NO ISOLATION - NO DEATH PENALTY - NO TORTURE - NO PRISON !

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widerstand, tod und leben in politischer gefangenschaft



Eine Konferenz von Tayad zur Solidarit�t mit den politischen Gefangenen
Am 20. Oktober 2005 ab 15.00 Uhr
Im Mehringhof, Gneisenaustra�e 2a, 10961 Berlin




Aufruf:

In einer Welt der Ungleichheit, Ausbeutung und Unterdr�ckung, wo f�r wirtschaftliche Profite und Machterhaltung Folter, Massaker und Kriege in Kauf genommen und tagt�glich Millionen von Menschen dieser Ungerechtigkeit ausgesetzt werden, ist der Widerstand gegen diese Verh�ltnisse legitim und von �berlebenswichtiger Notwendigkeit. Die Repression, die vom Imperialismus und seiner Handlanger gegen diesen Widerstand praktiziert wird, hat im Laufe der Jahre grenzen�bergreifende Ausma�e angenommen und sich �ber s�mtliche Teile dieser Erde ausgeweitet. Indem der Widerstand und jede nur erdenkliche Form des Kampfes f�r Rechte und Freiheiten als "Terrorismus" dargestellt und mit verschiedenen Gesetzen auf Verbotslisten gesetzt werden, soll der Unterdr�ckung des Imperialismus und seiner Handlanger Legitimit�t verliehen werden. Da diese Repression unausweichlich auch Gefangenschaft mit sich bringt, existieren weltweit unz�hlige politische Gefangene. Die Unterdr�ckung endet jedoch nicht mit den Gef�ngnissen. Gef�ngnisse sind Mittel zur Machterhaltung und deswegen jene Orte, wo politische Gefangene den Angriffen des Feindes am intensivsten ausgesetzt sind. Es sind jene Orte, wo politische Gefangene durch im Laufe der Jahre und Jahrhunderte bis ins Detail geschliffene Folter ihrer Identit�t beraubt und vom Widerstand abgebracht werden sollen. Folter, die in der Vergangenheit und heute noch auf blutigste und erniedrigendste Art und Weise praktiziert wird, findet in imperialistischen und faschistischen Staaten immer mehr in ihrer unblutigen, physisch und psychisch zerm�rbendsten Form Verwendung. Die als "wei�e Folter" bezeichnete Form der Gefangenenunterdr�ckung beinhaltet verschiedene Formen von Isolationspraktiken, die dazu dienen sollen, durch Entzug des nat�rlichen sozialen Umfeldes und des Kontaktes zur nat�rlichen Umwelt, die Gefangenen zu brechen. Isolationsgef�ngnisse haben sich mittlerweile durch ihren "Erfolg" in der Bek�mpfung von Berfreiungsbewegungen etabliert und finden im Kampf gegen den Widerstand immmer mehr Verwendung. So wurden diese Gef�ngnisse in der T�rkei als Auflage der EU am 19. Dezember 2000 er�ffnet, indem ein Gef�ngnismassaker durchgef�hrt wurde, wobei 28 Gefangene auf brutalste Weise ermordet wurden. Seit dem 20. Oktober 2000 befinden sich politische Gefangene in der T�rkei gegen die Isolationsgef�ngnisse in einem Todesfastenwiderstand. W�hrend bis zum heutigen Tag �ber 600 Todesfastende durch Zwangsern�hrungsfolter verkr�ppelt wurden, haben 120 Menschen im Kampf gegen die Isolation das Leben verloren. Aufgrund des massiven Angriffs in den Isolationsgef�ngnissen, der in allen Lebensbereichen im Gef�ngnis ausge�bt wird, sterben heute Menschen wegen Unterbindung medizinischer Behandlungen und wegen Selbstmord aus Verzweiflung. W�hrend heute weiterhin die blutige Folter praktiziert wird, werden alle m�glichen Rechte der Gefangenen beschnitten und sind der Willk�r der W�rter und der Soldaten ausgesetzt. Die k�mpfenden politischen Gefangenen setzen wegen des andauernden Isolationsangriffs den Todesfastenwiderstand fort, da ihnen in den Isolationsgef�ngnissen keine andere Waffe als die ihres K�rpers �brigbleibt.

In einer Zeit, in der der weltweite Widerstand immensen Angriffen ausgesetzt ist, muss die Solidarit�t untereinander und mit unseren politischen Gefangenen gest�rkt werden.

Zum 5. Jahrestag des Todesfastenwiderstandes werden wir in Berlin eine Konferenz zur Solidarit�t mit den politischen Gefangenen durchf�hren, wobei wir neben dem Gef�ngniswiderstand in der T�rkei auf die Situation politischer Gefangener in der BRD und in anderen L�ndern eingehen m�chten. Wir beabsichtigen aufzuzeigen, welchen Angriffen der Widerstand und die politischen Gefangenen ausgesetzt sind, wie diese Angriffe praktiziert werden und weshalb und gegen wen sich diese Angriffe richten.

Wir laden alle interessierten Menschen und Organisationen dazu ein, an dieser Konferenz teilzunehmen, Formen der Unterdr�ckung und des Widerstandes anhand von konkreten Beispielen kennenzulernen und Solidarit�t mit den politischen Gefangenen zu bekunden.


-Tayad Komitee-
11. September 2005




Programm:

Widerstand, Tod und Leben in politischer Gefangenschaft

Eine Konferenz zur Solidarit�t mit den politischen Gefangenen
Am 20. Oktober 2005 ab 15.00 Uhr
Im Mehringhof, Gneisenaustra�e 2a, 10961 Berlin

15.00 Uhr
Film
Der stille Tod

17.00 Uhr
Begr��ung
Einleitende Rede des Tayad Komitee

17.15 Uhr
Politische Gefangenschaft / BRD
Referat der Zeitung Gefangenen Info
Referat der Soligruppe Magdeburg
Referat des Rechtsanwalts Israel

18.30 Uhr
Politische Gefangenschaft / T�rkei
Referate der Anw�ltinnen und Anw�lte: RA P�ll, RA Gerloff, RA Wallek, RA H�usler
Referat des Istanbul TAYAD-Vorsitzenden Mehmet G�vel

20.10 Uhr
Film
Don't be silent on massacres

20.30 Uhr
Politische Gefangenschaft / International
Referat der Roten Hilfe OG Berlin
Referat des Journalisten Peter Nowak
Referat des baskischen Rechtsanwalts Jonan Lekue (Behatokia)
Referat von R�diger G�bel (Junge Welt)
Referat ehemaliger politischer Gefangener aus dem Iran
Solidarit�tsaufruf des Tayad Komitee






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