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ARCHIV AACHEN 4
brief von Gabriel Pombo da Silva zur ABC-Veranstaltung in berlin am 16.3.2005


Queridas Companerxs,

Ich wurde gebeten in eurer heutigen Versammlung in Berlin ein paar Worte an euch zu richten. Das Einzige was ich euch mitteilen kann, ist, dass ich in der Vergangenheit meines Lebens sehr wohl erfahren habe was die Worte Rebellion und Revolution für mich bedeuten. Obwohl diese Schlagworte oft als abgedroschene Phrasen benutzt werden, so haben sie doch eine existenzielle Bedeutung für meine Companerxs (und mich selbst, klar!), die in Spanien, Italien, Griechenland und überall auf der Welt in Gefängnissen sitzen wegen den Kampf gegen Kapitalismus und Staat...

In meiner "Heimat" schrieb ich oft über Anarchismus, politische und soziale Ungerechtigkeiten des spanischen Staates und seines kriminellen F.I.E.S. Systems. Wie ihr bereits erfahren habt sind in den letzten Jahren 16 Genossen ermordet worden. Die letzten waren Paco Ortiz und Xose Tarrio!! Deswegen werden unsere Companerxs vom 13. bis zum 19. März in verschiedenen spanischen Städten Demonstrationen, Kundgebungen, etc. organisieren, um sich mit allen inhaftierten Anarchisten und sozialen Rebellen zu solidarisieren/protestieren.

Ich würde gerne mit meinem Brief erreichen, dass der "linken Szene" in Deutschland bewusst wird, dass hier immer noch 4 Companerxs der R.A.F. inhaftiert sind, wie auch 3 der letzten Mitglieder der Action Directe aus Frankreich...

Jede Bewegung, die ihre Gefangen vergisst, ist im Grunde moralisch und politisch TOT!! Man braucht sich nicht mit den Taten und Zielen der verschiedenen "linken" Organisationen, Gruppen zu identifizieren (die von "damals" oder "heute"), jedoch gebietet es die ("alleine") Menschenwürde, dass wir (die Aktivisten) weiterhin für die Freiheit unserer Companerxs kämpfen.

Als kleines Beispiel möchte ich euch aufführen, wie unsere Companerxs aus Frankreich, Belgien, Schweiz, Deutschland und anderen Ländern im Februar dieses Jahres in Bapaume, Lannemezan und Ensisheim (alles Frankreich) für die Freiheit der inhaftierten Mitglieder der Action Directe demonstrierten.

Daraus möchte ich schlußfolgern, dass dort wo die kapitalistische Weltordnung sein System der Unsolidarität, Repression und die Unterdrückung durch die Exekutive durchführt, auch WIR aufstehen müssen und uns erheben gegen diese Ungerechtigkeiten, vor allem der so oft zitierten Globalisierung. Ein bekanntes Motto aus der Wirtschaft sagt "Think global, act local!". Dies sollten wir in unseren weiteren Planungen und Entwicklungen einbeziehen, damit schlagen wir dieses menschenverachtende und ausbeutende System mit seinen "eigenen Waffen".

Zu guter Letzt möchte ich euch noch ermutigen, dass ihr weiterhin in Kontakt bleibt mit unseren GenossInnen, die weltweit demonstrieren und kämpfen. Wenn ihr euch nicht selbst erhebt und für eure Träume kämpft, wird sich ("von selbst") nie etwas verändern.

Wir Anarchisten waren, sind und werden immer da sein... WIR KÄMPFEN FÜR EINE SOZIALE REVOLUTION.
Im Moment sind wir "nur" eine Revolte... eine Revolte, die in unseren Herzen lebt... Dort tragen wir eine neue Welt. Ich schicke revolutionäre Grüsse für alle GenossInnen die weltweit demonstrieren und kämpfen.


SOLIDARIDAD REVOLUCIONARIA! VENCEREMOS! Gabriel


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